Kostenlos SMS empfangen klingt ideal — keine Registrierung, keine Kosten, einfach eine Nummer wählen und loslegen. Dienste wie Receive-SMSS, Quackr oder ähnliche Portale versprechen genau das. Was sie verschweigen: Alle empfangenen SMS sind öffentlich sichtbar für jeden Besucher der Website. Laut einer Analyse des Cybersecurity-Unternehmens Recorded Future überwachen automatisierte Bots über 60 Prozent der öffentlichen SMS-Empfangsdienste in Echtzeit und extrahieren OTP-Codes innerhalb von Sekunden — oft bevor der menschliche Nutzer überhaupt reagieren kann.
TL;DR: Kostenlose SMS-Empfangsdienste sind strukturell unsicher — alle OTPs sind öffentlich, Bots greifen sie in Sekunden ab, und die Nummern stehen auf den Blacklists aller großen Plattformen. Die sichere Alternative sind private SIM-Nummern bei SMSCode ab 0,29 €, mit automatischer Rückerstattung und vollständiger Privatsphäre.
Wie kostenlose SMS-Empfangsdienste wirklich funktionieren
Kostenlose Dienste wie Receive-SMSS, Quackr, SMS24.me und zahlreiche ähnliche Portale stellen eine Liste öffentlicher Telefonnummern bereit. Jeder Besucher — ohne Anmeldung, ohne Nachweis, ohne irgendeine Form von Identifizierung — kann eine dieser Nummern nehmen, sie bei einem beliebigen Dienst eingeben, und die eingehende SMS erscheint auf der Website. Für alle sichtbar. In Echtzeit.
Das klingt nüchtern beschrieben zunächst harmlos. In der Praxis bedeutet es: Wenn du einen OTP-Code erhältst, erhält ihn potentiell auch jeder andere Besucher dieser Seite zur gleichen Zeit. Es gibt keine Isolation, keine Exklusivität, keine Zugangskontrolle. Jede eingehende Nachricht ist so öffentlich wie ein Aushang am schwarzen Brett in einem Bahnhof.
Das Geschäftsmodell dieser Dienste basiert ausschließlich auf Werbeeinnahmen. Je mehr Seitenaufrufe, desto mehr Einnahmen. Die Anbieter haben kein strukturelles Interesse daran, die Sicherheit ihrer Nutzer zu verbessern — im Gegenteil: Je mehr Menschen die Seite besuchen, um SMS zu lesen, desto besser für das Anzeigengeschäft.
Was die meisten Nutzer nicht wissen: Diese Seiten werden nicht nur von menschlichen Besuchern besucht. Automatisierte Bots überwachen aktiv die öffentlichen Nummern-Feeds und extrahieren jeden eingehenden Code sofort nach Erscheinen. Sicherheitsforscher haben nachgewiesen, dass die durchschnittliche Zeit zwischen dem Erscheinen einer SMS auf einem öffentlichen Portal und dem ersten automatisierten Zugriff auf den enthaltenen Code teils unter 30 Sekunden liegt. Das ist kein theoretisches Risiko — das ist gelebte Praxis krimineller Infrastruktur.
Die fünf größten Risiken beim kostenlosen SMS-Empfang
Risiko 1: Kontoübernahme durch Bot-Abgriff
Das direkteste und unmittelbarste Risiko: Du gibst eine öffentliche Nummer bei einem Dienst ein. Der Dienst sendet einen OTP-Code. Ein Bot greift den Code ab, noch bevor du ihn eingeben kannst. Der Bot registriert das Konto auf sich — und du schaust in die Röhre.
Das ist kein theoretisches Szenario. Bei einem Test Anfang 2026 wurde eine populäre öffentliche Nummer für eine Telegram-Registrierung verwendet. Der Code erschien auf der öffentlichen Website. Innerhalb von 18 Sekunden zeigte das Monitoring einen automatisierten Zugriff auf den Code. Das Konto wurde registriert, bevor der Test-Nutzer reagieren konnte. Die Zeitspanne, die du hast, um den Code einzugeben, ist viel kürzer als du denkst — weil du nicht der einzige bist, der zuschaut.
Besonders gefährlich wird es, wenn der Bot das Konto registriert und dann mit persönlichen Daten anreichert, die du im Anmeldeprozess eingibst. Du gibst deine E-Mail-Adresse, deinen Namen, vielleicht dein Geburtsdatum ein — und übergibst diese Informationen faktisch an einen Angreifer, der dein Konto kontrolliert.
Risiko 2: Datenleck durch öffentliche OTPs
Selbst wenn kein Bot aktiv ist: Dein OTP-Code erscheint öffentlich. Jeder Besucher der Seite — ob zufälliger Nutzer, gezielter Angreifer oder jemand, der aus purer Neugier mal schaut — kann den Code sehen und verwenden. Bei sensiblen Diensten wie Finanz-Apps, Kryptobörsen oder sogar E-Mail-Konten ist das ein direktes und gravierendes Sicherheitsrisiko.
Das Problem verschärft sich durch den Umstand, dass viele öffentliche Dienste alle eingehenden SMS in ihrer Datenbank speichern — oft dauerhaft. Was heute als Code angezeigt wird, kann morgen noch abrufbar sein. Auch wenn du denkst, du hast den Code schnell genug genutzt: Die Aufzeichnung bleibt.
Risiko 3: Nummern auf Blacklists — Verifikation scheitert
In systematischen Tests wurden öffentliche Nummern auf bekannten kostenlosen Diensten bei großen Plattformen geprüft. Das Ergebnis war ernüchternd: Bei WhatsApp wurden rund drei Viertel der getesteten öffentlichen Nummern sofort abgelehnt. Bei Telegram war die Ablehnungsrate ähnlich hoch. Die Plattformen führen aktive Blacklists dieser Nummernbereiche, weil sie seit Jahren für Massenregistrierungen, Spam-Konten und betrügerische Aktivitäten genutzt werden.
Laut Analysen der GSMA stehen weit über 80 Prozent der auf Plattform-Blacklists geführten Nummern in direktem Zusammenhang mit öffentlichen Aggregator-Diensten. Kostenlose SMS-Portale sind der Hauptquellenpool für diese Blacklists. Wenn du eine öffentliche Nummer bei WhatsApp eingibst und sofort die Fehlermeldung “Diese Nummer kann nicht für die Registrierung verwendet werden” siehst — das ist der Blacklist-Mechanismus in Aktion.
Das bedeutet konkret: Du verbringst Zeit damit, verschiedene Nummern auszuprobieren, bekommst immer wieder Fehlermeldungen, und am Ende funktioniert keine einzige zuverlässig. Die Wahrscheinlichkeit, mit einer öffentlichen Nummer bei WhatsApp oder Telegram erfolgreich zu registrieren, liegt deutlich unter 30 Prozent.
Risiko 4: Kein Schutz bei Ausfall und keine Rückerstattung
Bei kostenlosen Diensten gibt es naturgemäß keine finanzielle Rückerstattung — weil auch keine Zahlung stattgefunden hat. Aber der eigentliche Schaden liegt an anderer Stelle: Du verlierst Zeit, und wenn ein Konto auf einer öffentlichen Nummer registriert wird, kannst du später nicht sicher mit dieser Nummer kommunizieren.
Angenommen, du hast eine öffentliche Nummer für eine Registrierung genutzt und das Konto existiert. Jeder, der die Nummer kennt (und auf einem öffentlichen Portal ist sie für alle sichtbar), kann über “Passwort vergessen” oder ähnliche Mechanismen einen Code an diese Nummer senden und dein Konto zurücksetzen. Du hast faktisch kein sicheres Konto — nur eine Illusion davon.
Risiko 5: DSGVO-Grauzonen und Datenschutzmängel
Kostenlose öffentliche Dienste speichern alle eingehenden SMS — das ist ihr Kerngeschäft, denn ohne die Anzeige der Nachrichten gibt es kein Produkt. Es gibt bei den meisten dieser Dienste keine klare DSGVO-Konformität, keine Datenschutzerklärung, die europäischen Standards entspricht, und oft keinen erkennbaren Sitz in der EU oder im EWR.
Als Nutzer übergibst du sensible Daten an einen Dienst ohne klare Datenschutzgarantien. Wenn ein OTP-Code für dein Bankkonto auf einer solchen Plattform erscheint, ist das nicht nur ein Sicherheitsproblem — es ist auch eine Datenschutzverletzung, die du dir selbst zugefügt hast.
Für Unternehmen, die ihren Mitarbeitern solche Dienste erlauben, entstehen zudem Compliance-Risiken. Wenn sensible Geschäftsdaten über öffentliche SMS-Portale laufen, ist das eine potentielle DSGVO-Verletzung, die Bußgelder nach sich ziehen kann.
Warum sind diese Dienste trotzdem so populär?
Die einfache Antwort lautet: Weil sie keinen sichtbaren Sofortschaden verursachen. Wenn du eine öffentliche Nummer nimmst und damit einen wegwerfbaren Newsletter-Account registrierst, passiert kurzfristig nichts Schlimmes. Du hast Zeit gespart, nichts bezahlt, und der Zweck wurde erfüllt.
Das Problem ist die Übertragung dieses Musters auf sicherheitskritische Anwendungsfälle. Nutzer, die gute Erfahrungen mit kostenlosen Nummern für unwichtige Zwecke gemacht haben, neigen dazu, dasselbe Vorgehen für wichtige Registrierungen zu verwenden. Und genau da beginnen die Probleme.
Hinzu kommt der psychologische Effekt: Das Risiko ist nicht sofort sichtbar. Ein Konto, das von einem Bot übernommen wurde, zeigt das oft erst Tage oder Wochen später — wenn du plötzlich keinen Zugang mehr hast oder ungewöhnliche Aktivitäten in deiner verknüpften E-Mail siehst.
Wann sind kostenlose Dienste trotzdem akzeptabel?
Ehrlichkeit ist hier wichtig. Es gibt tatsächlich Szenarien, in denen kostenlose öffentliche Dienste ohne erhebliches Risiko nutzbar sind.
Akzeptabel — mit Einschränkungen:
- Einen Dienst rein technisch prüfen, ob er SMS-Verifizierung anbietet, ohne dabei einen echten Account zu erstellen
- Wegwerftests auf Plattformen ohne strenge Nummernprüfung und ohne persönliche Datenverknüpfung
- Situationen, in denen der empfangene Code keine sicherheitskritische Funktion hat und der Account danach nicht weitergenutzt wird
- Entwicklertests in einer isolierten Testumgebung, wo es keine echten Konsequenzen gibt
Nie akzeptabel:
- WhatsApp, Telegram, Instagram, Facebook, Twitter/X — weil diese Plattformen die Nummern systematisch blockieren und weil die Konten durch öffentliche Codes sofort gefährdet sind
- Kryptobörsen wie Binance, Bybit oder Coinbase — direktes finanzielles Risiko
- Banking-Dienste, PayPal, Revolut, Klarna — finanzielle und datenschutzrechtliche Risiken
- E-Mail-Konten bei Google, Microsoft oder anderen Anbietern — E-Mail ist der Master-Key für alle anderen Konten
- Jeden Dienst, bei dem du persönliche Daten hinterlässt, die mit dir verknüpft werden
- Jeden Dienst, für den du künftig Geld ausgeben wirst
Die strukturelle Schwäche öffentlicher Dienste
Das fundamentale Problem öffentlicher SMS-Dienste ist nicht technischer Natur — es ist struktureller Natur. Die Öffentlichkeit der Nummern ist nicht ein Bug, sondern ein Feature. Das Geschäftsmodell erfordert Besucher, und Besucher werden durch öffentlich sichtbare Inhalte angezogen.
Ein privater Dienst könnte technisch dasselbe anbieten — öffentliche Nummernlisten — und wäre dennoch genauso unsicher. Das Problem ist nicht die kostenlose Natur, sondern die öffentliche Natur des Modells. Selbst wenn ein kostenloser Dienst aus altruistischen Gründen betrieben würde, wäre er strukturell unsicher, weil die Nummern geteilt sind.
Das bedeutet auch: Es gibt keine Möglichkeit, einen öffentlichen Nummernpool-Dienst “sicher zu machen”, ohne ihn fundamental zu verändern — ihn zu einem privaten, zugewiesenen Nummernmodell zu konvertieren. Und das kostet Infrastruktur, die nicht kostenlos zu betreiben ist.
Die sichere Alternative: Private SIM-Nummern
Der Unterschied zwischen einem kostenlosen öffentlichen Dienst und einem kostenpflichtigen privaten Dienst ist fundamental — nicht graduell.
Bei SMSCode buchst du eine Nummer, die für die Sitzungsdauer ausschließlich dir gehört. Kein anderer Nutzer kann dieselbe Nummer gleichzeitig nutzen oder deine SMS einsehen. Die Nummern stammen von echten SIM-Karten in Rechenzentren — für Plattformen wie WhatsApp oder Telegram ununterscheidbar von normalen Mobilanschlüssen. Das ist der entscheidende technische Unterschied zu VoIP-basierten Diensten, die von Plattformen erkannt und blockiert werden.
Kernunterschiede im direkten Vergleich:
| Faktor | Kostenlose öffentliche Dienste | SMSCode |
|---|---|---|
| Preis | 0 € | ab 0,29 € |
| OTP-Privatsphäre | Keine — öffentlich für alle sichtbar | Vollständig privat |
| Bot-Gefährdung | Sehr hoch — Bots überwachen permanent | Minimal |
| Nummernexklusivität | Nein — geteilt mit allen Besuchern | Ja — nur für dich |
| Blacklist-Anfälligkeit | Sehr hoch — über 80 % auf Blacklists | Gering — SIM-basiert |
| Erfolgsrate WhatsApp | unter 30 % | über 85 % |
| Erfolgsrate Telegram | unter 40 % | über 89 % |
| Automatische Rückerstattung | Nicht möglich | Ja — bei Nichtlieferung |
| DSGVO-Konformität | Fragwürdig bis gar nicht | Ja |
| Datenspeicherung | Dauerhaft, öffentlich | Nur Sitzungsdauer, privat |
Was kostet “kostenlos” wirklich?
Das Argument für kostenlose Dienste ist offensichtlich: 0 € gegen 0,29 € und mehr. Aber diese Rechnung ist bei näherer Betrachtung unvollständig.
Rechne die tatsächlichen Kosten durch: Bei einer Ablehnungsrate von 70 bis 80 Prozent bei WhatsApp brauchst du durchschnittlich drei bis vier Versuche mit verschiedenen öffentlichen Nummern, bevor du vielleicht eine findest, die nicht sofort geblockt wird. Selbst dann ist das Konto durch das öffentliche OTP gefährdet. Der Zeitaufwand beläuft sich auf 15 bis 30 Minuten statt zwei Minuten mit einer privaten Nummer.
Dazu kommt das Risiko einer Kontoübernahme durch Bot-Abgriff — ein reales, nachgewiesenes Risiko, das zu dauerhaftem Verlust von Konten und im schlimmsten Fall zu finanziellem Schaden führt. Und das Sicherheitsrisiko für persönliche Daten, die du im Registrierungsprozess eingibst.
Gegen 0,29 € bis 0,50 € für eine funktionierende, vollständig private Nummer bei SMSCode mit einer Erfolgsrate von über 85 Prozent.
Das ist keine Frage von “teuer vs. kostenlos”, sondern von Zuverlässigkeit und Sicherheit gegenüber Risiko und Zeitverschwendung. Die häufigste Nutzergeschichte: Jemand versucht 45 Minuten lang, WhatsApp mit öffentlichen Nummern zu registrieren, gibt auf und registriert sich dann bei SMSCode — der erste Versuch klappt in unter einer Minute.
Woran erkennst du einen unsicheren kostenlosen Dienst?
Nicht alle Dienste sind gleich schlecht positioniert, aber es gibt eindeutige Warnsignale, die du kennen solltest.
Warnsignal 1: Öffentliche Nummernliste auf der Startseite. Wenn du ohne Anmeldung eine Liste von Nummern siehst, die jeder nutzen kann — das ist per Definition ein unsicherer Dienst für echte Verifizierungen.
Warnsignal 2: Öffentliche SMS-Anzeige ohne Login. Wenn du auf der Website alle eingehenden SMS für eine Nummer lesen kannst, ohne dich anzumelden — das ist ein öffentlicher Dienst. Deine OTPs sind für jeden sichtbar.
Warnsignal 3: Keine oder mangelhafte Datenschutzerklärung. Seriöse Dienste haben eine DSGVO-konforme Datenschutzerklärung in deutscher Sprache. Fehlt diese oder ist sie offensichtlich maschinell übersetzt und enthält keine konkreten Angaben zu Datenspeicherung — Finger weg.
Warnsignal 4: Keine Möglichkeit zur Anmeldung. Ohne Account-System gibt es keine individuelle Zuweisung von Nummern und keine Isolation deiner Daten von denen anderer Nutzer.
Warnsignal 5: Keine Rückerstattungsregelung. Bei kostenlosen Diensten ist das strukturell unmöglich — aber das Fehlen einer solchen Regelung zeigt, dass der Anbieter keine Verantwortung für die Qualität seines Dienstes übernimmt.
Warnsignal 6: Keine Angabe zur Infrastruktur. Seriöse Anbieter kommunizieren transparent, ob ihre Nummern SIM-basiert oder VoIP-basiert sind. Fehlt diese Information, ist es in der Regel VoIP — und damit für die meisten relevanten Plattformen unbrauchbar.
Rechtliche Aspekte in Deutschland
Die Nutzung kostenloser öffentlicher SMS-Dienste ist in Deutschland nicht per se illegal. Allerdings gibt es relevante rechtliche Aspekte, die viele Nutzer nicht kennen.
Datenschutz (DSGVO): Wenn du personenbezogene Daten — auch nur deinen Namen — über einen Dienst ohne DSGVO-Konformität verarbeitest oder an ihn übergibst, kann das für dich als Privatperson zwar selten direkte Konsequenzen haben. Für Unternehmen jedoch ist es ein klares Compliance-Problem. Ein Mitarbeiter, der öffentliche SMS-Dienste für geschäftliche Registrierungen nutzt, schafft Risiken für das Unternehmen.
Nutzungsbedingungen der Plattformen: Die meisten Dienste — WhatsApp, Instagram, Facebook, TikTok, Google — verbieten in ihren Nutzungsbedingungen die Verwendung von Nummern, die nicht zur registrierten Person gehören. Das ist eine vertragliche Frage, kein gesetzlicher Verstoß — aber ein Kündigungsgrund für dein Konto. Wenn eine Plattform herausfindet, dass du eine öffentliche Nummer genutzt hast, kann sie dein Konto ohne Vorwarnung löschen.
Betrug und Computerstrafrecht: Die Nutzung eines fremden, per Bot übernommenen Kontos ist hingegen strafbar — nach § 263a StGB (Computerbetrug). Wer wissentlich ein Konto nutzt, das durch Abgriff eines öffentlichen OTP-Codes übernommen wurde, bewegt sich im kriminellen Bereich.
Die praktische Entscheidungshilfe
Wenn du dir unsicher bist, welchen Dienst du nutzen sollst, stelle dir diese drei Fragen:
Erstens: Ist das Konto, das ich registriere, eines, auf das ich langfristig angewiesen bin? Wenn ja — nimm immer einen privaten Dienst.
Zweitens: Werde ich bei der Registrierung persönliche Daten eingeben? Wenn ja — öffentliche Dienste kommen nicht in Frage.
Drittens: Ist die Plattform eine der bekannten strengen Systeme (WhatsApp, Telegram, Instagram, Google)? Wenn ja — öffentliche Nummern werden sowieso nicht funktionieren.
Wenn alle drei Fragen mit “Nein” beantwortet werden, könnte ein kostenloser Dienst für einen wegwerfbaren Test akzeptabel sein. In allen anderen Fällen ist SMSCode die richtige Wahl.
Wie du mit SMSCode in unter fünf Minuten eine private Nummer erhältst
Der Prozess ist denkbar einfach. Besuche SMSCode und erstelle einen Account mit deiner E-Mail-Adresse — keine Handynummer für die Registrierung erforderlich. Lade Guthaben auf — für erste Tests reichen 3 bis 5 Euro, das deckt mehrere Verifizierungen ab.
Wähle im Dashboard den Dienst aus, für den du eine Nummer brauchst, und das Land. Klicke auf “Bestellen” — eine Nummer wird sofort deinem Account exklusiv zugewiesen. Gib diese Nummer beim Zieldienst ein, warte auf den Code im Dashboard und gib ihn ein.
Kommt kein Code an — aus welchem Grund auch immer — bekommst du dein Guthaben automatisch zurückerstattet. Kein Ticket, keine Wartezeit, keine Diskussion. Das ist der Unterschied zwischen einem seriösen Dienst und einem öffentlichen Nummernportal.
FAQ
Sind alle kostenlosen SMS-Dienste gleich unsicher?
Ja, wenn sie öffentliche Nummernpools anbieten. Das Grundproblem ist strukturell dasselbe: öffentliche Nummern bedeuten öffentliche SMS, und öffentliche SMS bedeuten null Schutz. Es gibt keine kostenlose Alternative, die dieses Grundproblem löst, weil die Öffentlichkeit der Nummern das Geschäftsmodell dieser Dienste ist. Ein privates kostenloses Angebot mit SIM-Infrastruktur ist strukturell unmöglich — SIM-Karten und deren Betrieb kosten Geld.
Kann ich Quackr oder Receive-SMSS für Telegram nutzen?
Für eine echte, langfristig nutzbare Registrierung: sehr wahrscheinlich nicht. Telegram lehnt einen erheblichen Anteil der bekannten öffentlichen Nummern direkt ab. Für die verbleibenden Nummern: Der Code erscheint öffentlich und kann von Bots abgegriffen werden. Das Konto ist von Anfang an kompromittiert. Mit SMSCode liegt die Erfolgsrate bei über 89 Prozent in einer vollständig privaten Umgebung.
Gibt es kostenlose private SMS-Dienste?
Nein — das ist ein Widerspruch in sich. Privatsphäre — also exklusive Nummern, individuelle Sessions, private Anzeige — kostet Infrastruktur. SIM-Karten in Rechenzentren kosten Geld im Betrieb. Dienste, die Privatsphäre und null Kosten versprechen, erfüllen entweder das Privatsphäreversprechen nicht — oder sie haben versteckte Kosten anderer Art (Datenweitergabe, Werbung, spätere Conversion).
Wie sicher ist SMSCode im Vergleich zu kostenlosen Diensten?
Der Unterschied ist fundamental, nicht graduell. Bei SMSCode ist dein OTP ausschließlich für dich sichtbar — kein anderer Nutzer, kein Bot, kein Angreifer. Die SIM-basierte Infrastruktur wird vom Mobilfunknetz als normaler Mobilanschluss behandelt. Der Betrieb ist DSGVO-konform, SMS-Daten werden nach Sitzungsende gelöscht. Das Sicherheitsniveau ist vergleichbar mit der Nutzung deiner echten SIM-Karte — aber ohne die Konsequenzen, deine echte Nummer weiterzugeben.
Was soll ich tun, wenn ich bereits eine öffentliche Nummer für ein wichtiges Konto genutzt habe?
Sofort handeln. Melde dich beim betreffenden Konto an, solange du noch Zugang hast, und ändere alle Sicherheitseinstellungen. Füge eine echte Handynummer oder eine E-Mail-Adresse hinzu und entferne die öffentliche Nummer aus dem Konto. Aktiviere Zwei-Faktor-Authentifizierung über eine Authenticator-App — nicht über SMS. Wenn du keinen Zugang mehr hast, kontaktiere den Support des betreffenden Dienstes mit Identitätsnachweis und erkläre die Situation. Handele schnell — je länger du wartest, desto wahrscheinlicher ist eine vollständige Kontoübernahme durch einen Angreifer.
Warum funktionieren öffentliche Nummern manchmal doch?
Gelegentlich werden neue Nummern zu öffentlichen Pools hinzugefügt, bevor die Plattformen sie auf ihre Blacklist setzen. Das kann zu einem kurzzeitigen Erfolg führen. Allerdings dauert es typischerweise nur Stunden bis Tage, bis neue Nummern erkannt und geblockt werden. Selbst wenn die Registrierung klappt: Das öffentliche OTP-Problem bleibt bestehen. Das Konto ist von Anfang an kompromittiert, weil jeder den Verifizierungscode sehen konnte.
Ist der Preisunterschied zwischen kostenlos und 0,29 € wirklich entscheidend?
Für den einzelnen Verifizierungsvorgang ist 0,29 € ein vernachlässigbarer Betrag. Der eigentliche Vergleich ist nicht “0 € vs. 0,29 €”, sondern “unsicheres, zeitaufwändiges Roulette vs. zuverlässige, sichere Lösung in zwei Minuten”. Wenn man den Zeitaufwand bei kostenlosen Diensten einrechnet — durchschnittlich 15 bis 30 Minuten für Fehlversuche — und das mit einem durchschnittlichen deutschen Stundenlohn vergleicht, ist die kostenlose Option schlicht teurer.